3 FRAGEN – 3 ANTWORTEN

DARUM FAHREN HAMBURGS PROMIS FAHRRAD

Wenn man zehn Hamburger*innen nach ihrem Lieblingsort in Hamburg fragt, bekommt man vermutlich zehn verschiedene Antworten. Denn jeder Kiez ist anders. Jeder Stadtteil steht für etwas ganz Eigenes. Jede Ecke bietet neue Highlights.

Und was passiert, wenn man sich bei zehn bekannten Hamburger Persönlichkeiten erkundigt, wofür sie das Fahrrad eigentlich nutzen? Wenn man sie nach ihren Lieblingsorten fragt, die sie auf ihrem Zweirad immer wieder ansteuern? Wenn man sie nach bestimmten Strecken fragt, die sie mit dem Bike immer wieder zurücklegen?

Wir wollten es genau wissen. Also haben wir bei den Hamburger Promis nachgefragt. In unserer dritten Ausgabe bei Beachvolleyballerin Laura Ludwig, dem Gründer von OMR Philip Westermeyer, dem Direktor der Hamburger Kunsthalle Dr. Alexander Klar und dem ehemaligen Hockey-Nationalspieler Moritz Fürste.

Laura Ludwig

Durch das Fahrrad bekomme ich immer wieder andere Einblicke in die Stadt und meinen Kiez.
Laura Ludwig

Was gefällt dir am Fahrradfahren besonders?

Mir gefällt vor allem die Flexibilität, die frische Luft und dass sich die Parkplatzsuche deutlich einfacher gestaltet. Von mir zu Hause bin ich mit dem Rad schnell überall. Ich mag diese Einfachheit. Oft setze ich meinen Sohn in den Fahrradsitz und fahre einfach los, zu Freunden oder zum Einkaufen.

Warum bist du in der Hansestadt gerne mit dem Drahtesel unterwegs?

Ich mag die Strecken an der Alster und rund um den Eilbekkanal. Auch auf der anderen Seite von Uhlenhorst sind die Strecken wirklich gut ausgebaut. Ich bin aber auch so gerne mit dem Rad unterwegs, weil ich dadurch immer wieder andere Einblicke in die Stadt und meinen Kiez bekomme. Ich entdecke zum Beispiel immer wieder neue Parks und Cafés.

Warum sollten noch mehr Hamburger*innen auf das Rad umsteigen?

Jeder soll das natürlich für sich selbst entscheiden. Aber gerade dann, wenn man viel arbeitet und viel sitzt, lohnt es sich, sich Zeit für die Bewegung zu nehmen. Außerdem hilft Fahrradfahren super gegen Stress.

Philip Westermeyer

Neun Monate im Jahr bin ich in Hamburg fast nur mit dem Rad unterwegs
Philip Westermeyer

Was gefällt dir am Fahrradfahren besonders?

Ich nutze das Rad einfach für alles: zum Beispiel für den Weg zur Arbeit oder zum Sport. Neun Monate im Jahr bin ich in Hamburg fast nur mit dem Rad unterwegs. Es ist mittlerweile auch mein Hobby.

Warum bist du in der Hansestadt gerne mit dem Drahtesel unterwegs?

In Hamburg ist es für mich die effizienteste und sinnvollste Mobilitätsoption. Nördlich der Elbe ist die Stadtfläche vergleichsweise klein und ich kann zum Beispiel in unter einer Stunde einmal von Westen nach Osten zu einem Termin fahren. Und wenn ich mal keine Lust habe, nehme ich das Fahrrad einfach mit in die Bahn. Außerdem fahre ich total gerne entlang der Elbe.

Warum sollten noch mehr Hamburger*innen auf das Rad umsteigen?

Es spart Zeit und meistens Stress.

Dr. Alexander Klar

Wer seinen Kindern in Zukunft ruhigen Gewissens in die Augen sehen möchte, sollte jetzt seinen SUV verkaufen und ein glückliches neues Leben beginnen.
Dr. Alexander Klar

Was gefällt dir am Fahrradfahren besonders?

Die Freiheit. Ich fahre von Tür zu Tür, suche keine Parkplätze, wähle die schönsten Routen durch die Stadt und bin nicht mit dem Besitz eines Autos beschwert. Und wenn es regnet, nehme ich das Fahrrad in der S-Bahn mit, bis der Guss vorbei ist.

Warum bist du in der Hansestadt gerne mit dem Drahtesel unterwegs?

Unter anderem, weil ich einen fantastischen Weg zur Arbeit an der Elbe entlang habe. Während sich oben auf der Elbchaussee die Autokolonne zäh in Richtung Innenstadt quält, fahre ich bis Altona ampelfrei (in Övelgönne auch extra langsam …) und mit einem jeden Tag anderen Blick auf den Fluss, die Schiffe und die Morgen- und Abendstimmung.

Warum sollten noch mehr Hamburger*innen auf das Rad umsteigen?

Weil das Auto in der Stadt einfach kein sinnvolles Verkehrsmittel mehr ist. Wer seine Nachbarschaft vollparkt, oder wer morgens auf dem Glockengießerwall zum Stau beiträgt, ist aus reiner Bequemlichkeit mit schuld an der Unattraktivität seiner Stadt. Wer seinen Kindern in Zukunft ruhigen Gewissens in die Augen sehen möchte, sollte jetzt seinen SUV verkaufen und ein glückliches neues Leben beginnen.

Moritz Fürste

Bewegung ist wichtig und gerade in der kleinen Großstadt Hamburg ist man sowieso fast überall in 20 Minuten.
Moritz Fürste

Was verbindest du mit dem Fahrradfahren?

Ich verbinde Familie mit dem Fahrradfahren. Aktuell vor allem das Beibringen und den Straßenverkehr erklären. Meine Töchter starten gerade auf dem Bike. Ich fahre eigentlich nur Lastenrad. Das ist praktisch zum Einkaufen und für die Strecken, die für die Kleinen noch zu weit sind. Außerdem entdecke ich Hamburg auf dem Rad aus neuen Blickwinkeln. Aus dem Auto sieht man Hamburg nicht mit den gleichen Augen.

Wo bist du in der Hansestadt gerne mit dem Rad unterwegs?

An der Alster. Schöner wird es nicht!

Warum sollten noch mehr Hamburger*innen auf das Rad umsteigen?

Weil es gesund ist. Bewegung ist wichtig und gerade in der kleinen Großstadt Hamburg ist man sowieso fast überall in 20 Minuten.