RADWEGEBILANZ 2020

MEHR RADVERKEHR UND MEHR RADWEGE FÜR HAMBURG

Wo früher hubbelige und enge Radwege waren, entstehen mehr und mehr breite und komfortable Angebote und echte Verbindungen.
Kirsten Pfaue, Leiterin Koordination Mobilitätswende, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

2020 war in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr – auch für die Bauleistung auf Hamburgs Straßen. Wurden im Jahr 2019 noch 38 Kilometer Radwege gebaut oder saniert, steigerte sich die Bauleistung im vergangenen Jahr auf 62 Kilometer – und somit um 63 Prozent.

Mit 25 neu gebauten oder sanierten Kilometern Radweg verzeichnete Hamburg im vergangenen Jahr auch beim Ausbau des Veloroutennetzes einen deutlichen Anstieg – gegenüber dem Vorjahr sogar um 70 Prozent. Die Velorouten bilden mit 14 stadtweiten Routen das Hauptnetz des Radverkehrs in Hamburg. Dank des Ausbaus sind bereits knapp zwei Drittel des gesamten Veloroutennetzes von 280 Kilometern fertiggestellt.

Im vergangenen Jahr hat sich auf Hamburgs Straßen für Fahrradfahrer*innen viel getan. Alleine 62 Kilometer Radwege wurden saniert oder neu gebaut – so viele wie nie zuvor. Das geht aus der Radwegebilanz 2020 hervor, welche die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) vorgestellt hat. Doch damit nicht genug: Im Rahmen der Mobilitätswende wird es in Zukunft noch mehr Raum für Hamburgs Radfahrer*innen geben.

Der Bedarf nach einer sicheren und komfortablen Radinfrastruktur ist bei den Menschen in Hamburg in diesem Jahr nochmal deutlich angestiegen: Die Pegelmessungen haben für 2020 einen Anstieg von 33 Prozent im Radverkehr ergeben.
Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende

Zu den bekanntesten Radwegeprojekten des vergangenen Jahres zählten unter anderem die Errichtung der Fahrradstraße in der Thadenstraße, der XXL-Radweg am Ballindamm sowie die Pop-up-Bikelanes beim Schlump und auf der Max-Brauer-Allee.

Doch nicht nur die Anzahl und Länge der Radwege in der Hansestadt hat im vergangenen Jahr zugenommen, sondern auch der Radverkehr selbst. Deswegen hat sich die Stadt auch für das Jahr 2021 konkrete Ziele für den Ausbau und die Verbesserung von Hamburgs Radwegen gesetzt.

Dazu gehört zum Beispiel die Fahrradstraße Veddel (Mitte, Veloroute 10): Von der Veddeler Brückenstraße bis zur Wilhelmsburger Brücke wird eine neue Radwegtrasse angelegt. Durch den Einbau von 200 Fahrradbügeln soll auf der Fahrradstraße Veddel zudem die Parksituation für Fahrräder deutlich verbessert werden.

Weitere wichtige Projekte im Rahmen der Mobilitätswende sind im Jahr 2021 der Umbau der Hannoverschen Straße in Harburg sowie die Umgestaltung der Schlüterstraße in Eimsbüttel. Zudem soll im Frühjahr auch das Bike-+-Ride-Parkhaus an der U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, Hamburgs erstes städtisches Fahrradparkhaus, eröffnet werden.