Umfrage

HAMBURG IST SICH EINIG: MIT DEM FAHRRAD KOMMEN WIR GUT DURCH DIE CORONA-KRISE.

Solidarität gehört zu Hamburg wie die Elbe oder der Michel. Vor allem jetzt, während der Corona-Krise, rücken die Hamburger*innen noch enger zusammen und helfen sich. Im Alltag, im Job, egal wo. In unserer Umfrage, bei der zwischen dem 11. und 25. Mai 483 Teilnehmer*innen über den Newsletter mitgemacht haben, wollen wir es jedoch noch genauer wissen: Wie denkt Hamburg im Detail über Solidarität in dieser Phase – und welchen Beitrag leistet eigentlich das Fahrrad dafür?

Hamburger*innen ändern ihr eigenes Verhalten – um andere aktiv zu schützen

Ein lockerer Plausch in der dicht gefüllten Bar im Schanzenviertel? Aktuell lieber nicht. Den HSV oder den FC St. Pauli gemeinsam im Stadion bejubeln? Naja, das ist auch sonst nicht so einfach. In jedem Fall wissen die Hamburger*innen, die das Leben in der pulsierenden Metropole sonst in vollen Zügen genießen: Sie müssen nun rücksichtsvoller miteinander umgehen - und sich durchaus in Verzicht üben. Jetzt mehr denn je, denn soziale Nähe kann in dieser Phase auch negative gesundheitliche Folgen für andere haben. So sind für die Befragten „Rücksichtnahme“ (83%) und „Selbstdisziplin“ (60%) die Gebote der Stunde. Kurz: Als Hamburger*in fängt man bei sich an – um andere zu schützen.

Mit „gegenseitiger Unterstützung“ (55%) sowie „Solidarität“ (52%) zeigt sich darüber hinaus, dass die Bewohner*innen der Hansestadt auch aktiv werden, um für andere da zu sein. Das allgemeine Streben nach „Gemeinschaft“ (24%) wird hingegen vermutlich eher als passive Gegebenheit, denn als wichtige eigene, soziale Handlung verstanden. Dabei zeigt sich aber, dass vor allem das Fahrrad einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann.

Mit dem Fahrrad während der Corona-Krise zur Gemeinschaft beitragen

Für einige mag es um die allgemeine Sicherheit gehen, für andere geht es vielleicht um die Umwelt. Jedenfalls kann das Fahrrad während der Corona-Krise einen starken Beitrag zum Miteinander leisten – da ist sich eine Mehrheit der befragten Hamburger*innen sicher. So verwundert es nicht, dass auch viele bereit sind, Hamburger Einzelhändler*innen und Geschäfte rund ums Fahrrad in der Corona-Situation zu unterstützen. Das Fahrrad ist jedoch für viele Bürger*innen Hamburgs mehr als ein Beitrag zur Gemeinschaft: Es bietet vielmehr auch ein Stück Freiheit in einer Zeit, in der man vermehrt zu Hause bleiben soll.

Gesund und risikofrei mit dem Rad durch die Corona-Phase

Fahrradfahren bedeutet vor allem: Freiheit. Die Freiheit dahinzufahren, wo man möchte. Ohne Einschränkungen, aus eigener Kraft – und an der frischen Luft. Für die befragten Hamburger*innen ist das Rad „unkompliziert“ (71%) und „gesund für mich“ (89%). Die positiven Effekte im Hinblick auf den Erhalt der eigenen Gesundheit spielen somit ebenso eine Rolle wie die Freiheit in Bezug auf die persönliche Mobilität.

Darüber hinaus wird dem Fahrrad zugeschrieben, dass es „risikofrei für mich“ (54%) und „risikofrei gegenüber anderen“ (53%) hinsichtlich der Ansteckungsgefahr von Corona sei. Vor allem während der Corona-Zeit scheinen die Befragten also Wert darauf zu legen, die gesundheitlichen Risiken im Alltag zu minimieren – für sich und für andere.

Interessant ist zudem ein Blick auf die Aktivitäten rund um das Fahrrad. Der wochenlange Shutdown hat scheinbar dazu geführt, dass sich viele Bewohner*innen der Hansestadt vermehrt mit dem Rad beschäftigt haben: 30% der Befragten haben Getränke- und Essenslieferungen und 24% haben beispielsweise digitale Medienangebote rund ums Fahrradfahren in Anspruch genommen.

Auch im Alltag rückt das Fahrrad für sportliche Aktivität und als gesundes Transportmittel in den Fokus: 56% der Befragten nutzen das Fahrrad während der Corona-Zeit vermehrt für körperlichen und geistigen Ausgleich, 55% zur sportlichen Betätigung. Auch auf dem Weg zum Einkaufen (48%), oder zur Arbeit (42%) wird das Rad vermehrt genutzt.

Das Ergebnis: Hamburg bleibt solidarisch

Hamburger*innen legen einen großen Wert auf Solidarität – und passen dafür zunächst ihr eigenes Verhalten an, um andere zu schützen und so die Krise zu überstehen. Das Fahrrad kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft leisten: Es ist nicht nur risikofreier für einen selbst und die anderen, sondern trägt auch dazu bei, dass sich die Bürger*innen Hamburgs in dieser Krise gesünder und unkomplizierter fortbewegen – womit ein gemeinsamer Ausgleich zum weiterhin eingeschränkten Leben geschaffen wird. Ein Stück Freiheit durch das Fahrrad – und für Hamburg.